Begleitung bei schwerer oder chronischer Erkrankung
Wenn die Diagnose alles verändert.
Eine Diagnose verändert nicht nur den Körper. Sie verändert die Wahrnehmung. Die Beziehungen. Die Sicht auf das eigene Leben. Plötzlich ist da etwas, das vorher nicht war – und alles andere muss sich neu sortieren.
In meiner Praxis in Berlin-Schöneberg begleite ich Menschen, die mit einer schweren oder chronischen Erkrankung leben. Nicht statt der medizinischen Behandlung. Daneben. Für das, was zwischen den Arztterminen Raum braucht.
Wichtiger Hinweis: Diese Begleitung ersetzt keine ärztliche oder fachärztliche Behandlung. Die medizinische Versorgung Ihrer Erkrankung gehört in die Hand der entsprechenden Fachärzt:innen. Was ich anbiete, ist eine seelische und systemische Begleitung – ergänzend zur Medizin, nicht an ihrer Stelle.
Was eine Diagnose mit uns macht
Mit der Diagnose kommt nicht nur die Krankheit. Es kommen Fragen, die vorher nicht da waren. Warum jetzt? Warum ich? Was bedeutet das für mein Leben, meine Beziehungen, meine Zukunft? Was bleibt von dem, was ich war?
Manche Menschen erleben einen tiefen Wandel, der ihnen zeigt, was wirklich wichtig ist. Andere erleben einen freien Fall, in dem die alten Sicherheiten wegbrechen. Beides ist legitim. Beides braucht einen Raum, in dem es sein darf.
Wer zu mir kommt
In meiner Praxis begleite ich Menschen mit unterschiedlichen Diagnosen:
- nach einer Krebsdiagnose, während oder nach einer Chemotherapie
- im Leben mit Multipler Sklerose oder anderen Autoimmunerkrankungen
- bei chronischen Schmerzerkrankungen
- bei langwierigen Erschöpfungssyndromen
- bei Krankheiten, die das eigene Leben dauerhaft verändert haben
Was Sie verbindet: Sie suchen nicht eine weitere Behandlung. Sie suchen einen Raum, in dem das Seelische Platz hat, während der Körper kämpft. Einen Ort, an dem Sie nicht funktionieren müssen.
Was ich anbieten kann
Ich arbeite als Heilpraktikerin für Psychotherapie auf systemischer Grundlage. Was das heißt:
- Wir schauen, was Ihre Erkrankung in Ihrem Leben verändert hat – innerlich und im Beziehungssystem
- Wir nehmen die Ängste ernst, die mit jeder Untersuchung, jeder Therapie, jeder Wartezeit verbunden sind
- Wir würdigen die Trauer um das, was vor der Diagnose war
- Wir suchen nach dem, was trotz allem trägt
- Wir klären familiäre Dynamiken, die in dieser Lebensphase oft an die Oberfläche kommen
- Wir öffnen, wenn Sie es wünschen, einen spirituellen Blick auf das, was sich gerade in Ihrem Leben zeigt
Methodisch arbeite ich im Gespräch, mit systemischer Aufstellung und – wenn es Ihnen entgegenkommt – mit Ritualen, die der Seele Halt geben, wo Worte nicht reichen.
Was ich nicht anbieten kann
Diese Klarheit ist mir wichtig:
- Ich behandle Ihre Erkrankung nicht. Das ist die Aufgabe Ihrer Ärzt:innen.
- Ich verspreche keine Heilung. Wer das tut, missachtet die Würde dessen, was Sie tragen.
- Ich rate nicht von medizinischen Behandlungen ab. Im Gegenteil: Ich bestärke Sie darin, die schulmedizinische Versorgung anzunehmen, die Sie brauchen.
- Ich ersetze keine Psychoonkologie oder Psychotherapie im klinischen Sinne. Wenn Sie eine fachärztlich-therapeutische Begleitung suchen, weise ich Sie gern an entsprechende Stellen.
Was ich anbiete, ist das, was zwischen den Behandlungen oft fehlt: ein Mensch, der zuhört. Eine systemische Klärung dessen, was sich gerade in Ihrem Leben sortiert. Ein Ort, an dem auch das Spirituelle Platz hat, wenn es das für Sie braucht.
Wann der richtige Zeitpunkt ist
Manche Menschen kommen kurz nach der Diagnose. Andere mitten in der Therapie. Andere, wenn alles vorbei ist und sie merken, dass die Seele noch nicht angekommen ist, wo der Körper schon wieder Funktion zeigt.
Es gibt keinen falschen Zeitpunkt. Es gibt nur den, an dem Sie spüren: Ich brauche jemanden, der mich darin begleitet.
Auch Angehörige finden in dieser Begleitung manchmal das, was sie brauchen. Wer einen geliebten Menschen durch eine schwere Erkrankung begleitet, trägt selbst eine große Last – und braucht oft selbst einen Raum, in dem das gesehen wird.
Ablauf und Rahmen
Wir beginnen mit einem Erstgespräch. Sie erzählen, was Sie zu mir bringt – in dem Tempo, das Ihres ist. Es gibt keine Liste, die abgefragt wird. Sie sprechen, ich höre zu.
Daraus ergibt sich, ob und wie wir weiterarbeiten. Manche Menschen kommen ein- oder zweimal. Andere über einen längeren Zeitraum. Beides ist richtig.
Die Sitzungen finden in der Praxis in Berlin-Schöneberg statt oder per Videosprechstunde – gerade in Phasen, in denen körperliche Anstrengung schwerfällt, ist das Video-Format eine gute Möglichkeit.
Die Begleitung ist eine Selbstzahlerleistung. Es entsteht keine Akte. Niemand außer Ihnen erfährt davon.
Wenn die Diagnose Sie eingeholt hat.
Ein erstes Gespräch zeigt, ob meine Begleitung das ist, was Sie jetzt brauchen.