Über mich
Über Katja Fesselmann
Ich bin jemand, der das Leben genau anschaut und unter die Oberfläche will.
Wer Menschen in verletzlichen Phasen begleitet, sollte selbst durch Tiefen gegangen sein. Ich bin durch Krankheit und Erschöpfung gegangen und habe wieder herausgefunden. Auf dieser Seite lesen Sie, was mich antreibt, welchen Weg ich gegangen bin und worauf meine Arbeit ruht. Von dort begleite ich heute Menschen, die bereit sind, ehrlich hinzuschauen.

Die Fragen, die mich antreiben
Warum kommen wir alle gleich auf die Welt und landen an so unterschiedlichen Punkten? Wie entsteht Krankheit, und wie wächst daraus Größe? Warum tragen wir Lasten, die nie unsere waren? Warum arbeiten wir uns an Menschen ab, die gar nicht im Raum sind?
Was bringt uns dazu, immer wieder dieselben Wege einzuschlagen, obwohl wir es besser wissen? Was geht uns verloren, wenn wir einen Teil von uns zurücklassen, um zu überleben? Wie kann man das Leid der Vergangenheit abstreifen und trotzdem ein zufriedener Mensch werden? Was muss zurückbleiben, damit in einer Beziehung Neues wachsen kann?
Was würden wir in die Welt bringen, wenn es keine Hindernisse mehr gäbe?
Das sind die Fragen, die mich seit über 20 Jahren antreiben.
Mein eigener Weg
Ich war als junges Mädchen krank. Eine Essstörung, über Jahre. Vieles daran ließ sich aus meiner eigenen Entwicklung erklären. Anderes blieb rätselhaft, bis ich auf mein Familiensystem schaute, auf das, was vor mir gewesen war. Dort fügte sich das Bild.
Ich bin also den Weg selbst gegangen, den ich heute mit meinen Patientinnen und Patienten gehe.
In meinem ersten Berufsleben habe ich über zwei Jahrzehnte Kommunikation für Unternehmen, Regierungen und Länder entwickelt, mit dem Talent, mit Sprache Geschichten zu erzählen und Bilder zu gestalten, die Botschaften tragen. Auch heute erzähle ich Geschichten und gebe Botschaften weiter, jetzt, um Menschen heilsame Impulse zu geben. Was beide Welten verbindet, ist das genaue Hinsehen. Was sie unterscheidet, ist das Ziel.
In denselben Jahren habe ich das Leben selbst studiert, motiviert durch eine Erkrankung. Über zwei Jahrzehnte habe ich mich für Familienaufstellungen zur Verfügung gestellt, die Grundlagentexte des Familienstellens gelesen und mich mit den Dynamiken in Beziehungen und im Leben auseinandergesetzt. Ich habe meine eigene Biografie aufgearbeitet, Schattenarbeit geleistet und meinen inneren Erfahrungsschatz erweitert. Ich bin selbst durch das gegangen, wodurch ich heute meine Patientinnen und Patienten begleite. Das ist das Fundament meiner Arbeit.
Ich bin Leistungsträgerin, das war ich immer. Lange habe ich mich von Erfolgen genährt, von Anerkennung, von dem, was ich leistete. Ich war Führungskraft, habe unter Druck funktioniert und kenne das übervolle Gefäß aus meinem eigenen Leben. Genau deshalb verstehe ich Menschen in Verantwortung von innen.
Was ich in dieser Zeit gelernt habe, sehe ich heute in fast jeder Begleitung wieder. Wir gehen alle mit einem Rucksack in die Unternehmen, die wir aufbauen oder für die wir arbeiten. Die Konflikte, die dort ausgetragen werden, gehören oft an eine ganz andere Adresse. Stellvertreterkonflikte. Ich kenne sie aus vielen Unternehmen, und ich kenne sie von mir.
Leistung ohne Liebe führt in den Burnout. Leistung mit Liebe führt in die Zufriedenheit.
Das heißt: Wir dürfen lieben, was wir tun. Und wir dürfen tun, was wir lieben. Lange habe ich mich am Außen orientiert. Heute schaue ich nach innen, auf die innere Bühne, und frage, was mich nährt. Diese Frage stelle ich auch meinen Patientinnen und Patienten. Als Mutter stelle ich sie mir jeden Tag neu.
Woran ich glaube
Das Leben ist nicht teilbar. Was privat geschieht, wirkt im Beruf. Was beruflich zehrt, kommt abends mit nach Hause. Alles ist in einen Lebensvollzug eingebunden.
Ich glaube, dass wir Schicksale in uns tragen, aus unserer Familie und unserer Geschichte. Aber ich glaube auch, dass wir ihnen nicht ausgeliefert sind. Dinge sind veränderbar. Wir sind mehr als unsere Symptome, mehr als unsere Schmerzen, mehr als unsere Biografie. Und wir können über unsere eigene Geschichte hinauswachsen, wenn wir bereit sind hinzuschauen.
Das ist meine Überzeugung. Und es ist mein eigener Weg.
Ein erster Schritt
Ein erstes Gespräch zeigt, wo Sie stehen und welcher Schritt jetzt der nächste sein kann.
Worauf ich mich stütze
Das Familienstellen ist für mich das kostbarste Instrument meiner Arbeit. Über die Jahre sind mir die Prinzipien, nach denen sich Leben und Beziehungen ordnen, in Fleisch und Blut übergegangen.
Ich bewege mich in den Gesetzmäßigkeiten des Lebens, wie man sich in seiner Muttersprache bewegt.
Genau daraus entsteht die Tiefe, mit der ich Menschen begleite.
Mit der Erfahrung aus über 2.500 Aufstellungssequenzen habe ich heute einen genauen Blick für die Dynamiken, die Wachstum verhindern.
Meine Stationen
- Seit 2004 Arbeit mit Familienaufstellungen
- Seit 2011 Familienaufstellerin (nach Bert Hellinger)
- Seit 2012 Heilpraktikerin für Psychotherapie
- Seit 2013 Mediale und heilerische Schulung (Rosina Sonnenschmidt, Harald Knauss)
- Seit 2018 Hypnose (Alfred Himmelweiss)
- Seit 2023 Heilpraktikerin (Vollbefugnis nach HeilprG)
Wie ich arbeite
Heilung beginnt nicht mit einer Diagnose. Sie beginnt mit dem Moment, in dem ein Mensch bereit ist, ehrlich hinzuschauen. Meine Arbeit ist es, diesen Raum zur Verfügung zu stellen, ohne Pathologisierung und ohne den Anspruch, alles erklären zu müssen, bevor etwas wirken darf. Eine sorgfältige Anamnese gehört trotzdem an den Anfang jeder Behandlung. Was ich beitrage, sind Inspirationen und Werkzeuge: das systemische Sehen, die aufstellende Arbeit, die erweiterte Wahrnehmung. Was Sie beitragen, ist die Bereitschaft, an Ihrem eigenen Prozess mitzuwirken.
Wahrhaftigkeit statt Trost. Ordnung statt Methode. Tiefe statt Oberfläche.
Privat
Ich liebe das Leben und den Menschen. Ich staune über die Phänomene, die beide hervorbringen, und setze mein Herz daran, Menschen in Bewegung zu bringen. Ich bin Mutter und führe als Heilpraktikerin meine eigene Praxis in Berlin-Schöneberg.
Meine Praxis liegt in Berlin-Schöneberg. Auf Wunsch behandle ich auch per Videosprechstunde.
Im Mai 2025 sprach ich beim Internationalen Speaker Slam in Wiesbaden über die Selbstmeisterung und den Weg nach langer Krankheit zurück ins Leben. Meine eigentliche Arbeit findet im Gespräch mit Menschen statt, nicht auf Bühnen.