Leistungen

Begleitung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Berlin-Schöneberg

Hinschauen, bevor sich ein Muster fürs Leben festsetzt.

Ein Kind, das sich zurückzieht. Eine Jugendliche, die zu wenig isst oder heimlich zu viel. Ein junger Mann, der sich zurückzieht und in Gewohnheiten verliert, die ihm nicht guttun. Ein Kind, das in der Schule aneckt, wütend wird, nicht zur Ruhe kommt. Wenn ein junger Mensch den Halt verliert, spürt das ganze Umfeld: Hier stimmt etwas nicht, und guter Rat allein reicht nicht mehr.

In meiner Praxis in Berlin-Schöneberg behandele ich Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, bei denen sich früh ein belastendes Muster zeigt. Auf dieser Seite lesen Sie, warum gerade die jungen Jahre so viel entscheiden, wie ich hinter das Symptom schaue, wobei ich begleite, wie ich Eltern einbeziehe und wie eine Behandlung bei mir abläuft.

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Wenn ein junger Mensch den Halt verliert

Vieles, was wir in uns tragen, wird in den ersten Lebensjahren angelegt. Was unverarbeitet bleibt, sucht sich einen Ausdruck: in einer Essstörung, in belastenden Gewohnheiten, in Unruhe, Wut oder Rückzug. Das ist kein Versagen und kein schlechter Charakter. Es ist ein junger Mensch, dessen Inneres zeigt, dass etwas gesehen werden will.

Dieses Thema ist mir näher als jedes andere. Als Jugendliche und junge Frau war ich selbst magersüchtig und bulimisch. Und ich habe den Weg hinausgefunden. Ich weiß, wie sich dieser Sog anfühlt. Und ich weiß, dass es einen Ausgang gibt.

Warum die frühen Jahre so viel entscheiden

In den ersten Lebensjahren wächst das Gehirn schneller als in jeder anderen Zeit. Was ein Kind früh erlebt, an Nähe, an Halt, an Sicherheit oder auch an Mangel, prägt sein Nervensystem und seine Art, mit Stress umzugehen. Die Bindungsforschung zeigt seit Jahrzehnten, wie sehr ein sicherer Halt in den ersten Jahren trägt, ein Leben lang.

In meiner Arbeit beschreibe ich das so: Unser Inneres ist ein Gefäß, das sich ab Geburt füllt, durch Prägungen, durch Erfahrungen, auch durch das, was nicht verdaut werden konnte. Der größte Teil davon legt sich in den ersten acht Jahren an und steuert später den Autopiloten. Bei jungen Menschen ist dieses Gefäß noch nicht randvoll und noch nicht verhärtet. Sie stehen dem Ursprung ihrer Prägungen noch nah. Genau das ist die Chance: Was früh gesehen und verstanden wird, muss sich nicht ein Leben lang wiederholen.

Auch die Jahre danach bleiben ein offenes Fenster. Im Jugendalter ordnet sich das Gehirn noch einmal grundlegend neu, und Teile, die für Impulskontrolle und Selbststeuerung zuständig sind, reifen bis weit in die zwanziger Jahre. Deshalb begleite ich junge Erwachsene ausdrücklich mit. Vieles lässt sich in dieser Zeit noch leichter bewegen als später.

Ein erster Schritt

Ein erstes Gespräch zeigt, wo Ihr Kind steht und welcher Schritt jetzt der nächste sein kann.

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Wie ich das verstehe

Ich sehe hinter dem Symptom den Menschen. Eine Essstörung, eine belastende Gewohnheit, ein auffälliges Verhalten ist oft der Versuch, etwas Unerträgliches erträglich zu machen, ein Ventil für Gefühle, für die es noch keine Sprache gibt. Wir gehen behutsam dorthin, wo der Schmerz sitzt, würdigen ihn und geben dem, was abgespalten wurde, seinen Platz zurück. Löst sich das Muster, wird frei, was in ihm gebunden war: Kraft, Lebendigkeit und Selbstvertrauen kehren zurück.

Wobei ich junge Menschen begleite

Junge Menschen und ihre Familien kommen zu mir bei

  • Essstörungen: Magersucht, Bulimie, Binge Eating und einem belasteten Verhältnis zum eigenen Körper. Was dahinter oft wirkt, beschreibe ich in meinem Beitrag Essstörungen, die verborgene Dynamik hinter Magersucht und Bulimie.
  • belastenden Gewohnheiten: wenn Konsum, Bildschirmzeit oder Gaming den Alltag bestimmen.
  • innerer Unruhe und Themen rund um ADHS: wenn Konzentration, Impulse und Ruhe schwerfallen.
  • Verhaltensauffälligkeiten: Lernschwierigkeiten, Wut, Aggression, Auffälligkeiten in Schule oder Familie.
  • depressiven Verstimmungen und Rückzug: Antriebslosigkeit, Traurigkeit, dem Gefühl, nicht dazuzugehören.

Für Eltern

Wenn ein Kind ein Symptom trägt, ist selten das Kind allein „das Problem". Oft zeigt sich im jungen Menschen etwas, das zum ganzen System gehört: eine Last, eine Loyalität, ein unausgesprochenes Thema. Das ist keine Schuldfrage. Im Gegenteil, es entlastet. Kinder tragen manchmal aus Liebe mit, was im Familiensystem unerlöst blieb, und werden dabei unbewusst zum Symptomträger. Wie sehr Kinder mittragen, ohne dass jemand es will, beschreibe ich in meinem Beitrag Die unsichtbare Last der Kinder.

Wenn wir das System in den Blick nehmen, muss Ihr Kind das Gewicht nicht länger allein tragen. Ich beziehe Eltern ein und wahre zugleich den geschützten Raum, den der junge Mensch für sich braucht. Bei Minderjährigen schließe ich den Behandlungsvertrag mit den Sorgeberechtigten. Die Behandlung setzt die Zustimmung beider sorgeberechtigter Elternteile voraus.

Wie ich arbeite

Ich arbeite ganzheitlich und systemisch, als Heilpraktikerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Systemisch schauen wir auf den jungen Menschen und sein Familiensystem und geben dem, was ihn belastet, seinen richtigen Platz. Naturheilkundlich unterstütze ich Schlaf, Nerven und innere Ruhe, damit der Körper wieder zur Ruhe findet. Alles geschieht behutsam und altersgerecht, im Tempo des jungen Menschen, bei Bedarf ergänzend zu einer ärztlichen oder psychiatrischen Behandlung.

Was mein Angebot ist, und was nicht

Mein Angebot für Sie

  • Ein geschützter, vertraulicher Raum ohne Meldung an die Krankenkasse und ohne Etiketten.
  • Der Blick auf die Ursache hinter dem Symptom, nicht nur auf das Verhalten.
  • Systemische Arbeit, die den jungen Menschen und die Familie einbezieht.
  • Naturheilkundliche Unterstützung für Schlaf, Nerven und innere Ruhe.

Was Sie hier nicht finden

  • Heilversprechen.
  • Schuldzuweisungen an Eltern oder Kind.
  • Einen Ersatz für ärztliche oder psychiatrische Behandlung, wenn diese nötig ist.

So arbeiten wir zusammen

  • Orientierungsgespräch (30 Minuten, kostenfrei, online oder telefonisch): meist zuerst mit den Eltern oder dem jungen Erwachsenen. Wir klären das Anliegen und die Passung.
  • Anamnese und Bestandsaufnahme: ein Blick auf Körper, Biografie und das familiäre System.
  • Behandlung: behutsame, altersgerechte Schritte im Tempo des jungen Menschen, bei Bedarf ergänzend zur ärztlichen oder therapeutischen Behandlung.

Wie lange die Begleitung dauert

Das hängt vom Anliegen ab und vom Tempo des jungen Menschen. Manchmal bringt schon früh eine Sitzung spürbar Ruhe. Oft sind es mehrere Sitzungen in einem stimmigen Abstand, damit das, was sich löst, sich setzen kann. Festlegen müssen Sie sich auf nichts. Sie können zunächst ein einzelnes Treffen buchen und danach entscheiden.

Rechtlicher Hinweis: Ich behandele auf Grundlage des Heilpraktikergesetzes, ergänzend zur ärztlichen Versorgung. Essstörungen und Suchterkrankungen können lebensbedrohlich sein; hier ist eine ärztliche oder kinder- und jugendpsychiatrische Behandlung erforderlich. Ärztlich verordnete Therapien setzen Sie bitte nie ohne Rücksprache ab. In akuten Krisen mit Selbstgefährdung wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder den Notruf 112. Für Kinder und Jugendliche: Nummer gegen Kummer 116 111.

Häufige Fragen zur Begleitung junger Menschen

Ab welchem Alter begleiten Sie?

Ich begleite Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Bei jüngeren Kindern arbeite ich eng mit den Eltern, bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen steht der junge Mensch selbst im Mittelpunkt. Im Orientierungsgespräch finden wir heraus, was zu Ihrem Kind passt.

Muss mein Kind selbst wollen, oder kann ich als Elternteil beginnen?

Sie können als Elternteil beginnen. Oft klären wir zuerst zu zweit, worum es geht. Schon wenn sich bei den Eltern etwas ordnet, verändert sich das Feld, in dem ein Kind lebt. Und viele junge Menschen öffnen sich, sobald sie spüren, dass es hier nicht um Schuld geht.

Ersetzt das eine Psychotherapie oder ärztliche Behandlung?

Nein. Meine Arbeit ist komplementär und versteht sich ergänzend. Essstörungen und Suchterkrankungen gehören in ärztliche Behandlung, hier arbeite ich begleitend. Was medizinisch oder kinder- und jugendpsychiatrisch nötig ist, gehört in fachärztliche Hände.

Beziehen Sie die ganze Familie ein?

Ich beziehe Eltern ein und wahre zugleich den geschützten Raum des jungen Menschen. Wie viel gemeinsam und wie viel einzeln geschieht, richtet sich nach Alter und Anliegen.

Ist die Begleitung vertraulich und auch online möglich?

Ja. Sie findet außerhalb des Kassensystems statt; ich melde nichts an die Krankenkasse, und meine Behandlungsdokumentation unterliegt der Schweigepflicht. Das Erstgespräch findet in meiner Praxis in Berlin-Schöneberg statt, Folgetermine sind nach Absprache auch per Videosprechstunde möglich.

Was kostet eine Sitzung?

Sie sind bei mir Selbstzahlerin oder Selbstzahler. Die Einzelheiten besprechen wir im kostenfreien Orientierungsgespräch.

Wenn es Zeit ist, hinzuschauen.

Ein erstes Gespräch zeigt, was Sie bewegt, und wohin es gehen kann.

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