Begleitung bei Burnout & Erschöpfung in Berlin-Schöneberg

Entlasten, bevor das Gefäß überläuft.

Manchmal merken wir lange nichts, und dann geht plötzlich nichts mehr. Der Schlaf erholt nicht, die Reizschwelle sinkt, alles wird zu viel. In meiner Praxis in Berlin-Schöneberg begleite ich Menschen, bei denen die Kraft ausgeht, vor Ort oder per Video.

Auf dieser Seite erfahren Sie, was Burnout ist, woran Sie ihn erkennen, wie ich ihn verstehe und wie wir gemeinsam einen Weg heraus finden.

Was ist Burnout?

Burnout ist keine eigenständige Krankheitsdiagnose. Die Weltgesundheitsorganisation führt es im ICD-11 als Berufsphänomen infolge von chronischem Arbeitsstress, nicht als eigene Erkrankung. Offiziell ist der Begriff sogar eng gefasst, allein auf die Arbeit bezogen.

Aus meiner Sicht greift das zu kurz. Burnout ist eine Kombination aus vielem und genau das übersehen viele. Es ist eben nicht nur akuter oder chronischer Stress, also eine Phase, die uns besonders beansprucht: privat etwa durch die Pflege von Angehörigen bei gleichzeitiger Berufstätigkeit oder beruflich der Klassiker mit zu viel Verantwortung, zu vielen Projekten, zu vielen Überstunden, dazu vielleicht ein wenig freundliches Arbeitsklima.

Für mich kommt etwas anderes noch hinzu: In uns liegt zu oft Unverdautes, alte Verletzungen, die wir nie verarbeitet haben. Dazu übernommene Lasten aus der Vergangenheit, manchmal aus der Kindheit, weil wir versucht haben, jemanden zu stützen oder sogar zu retten. Hier wirkt ein systemischer Satz: "Lieber ich als du." Wir tragen die Lasten derer, die wir lieben. Kommen dann private und berufliche Verantwortung, Tempo und Erwartungen in Familie und Unternehmen dazu, laufen wir über oder leer. In jungen Jahren kompensieren wir das, in reiferen Jahren meldet sich der Körper.

Burnout ist deshalb kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen dafür, dass das Gefäß voll ist. Am Ende ist das reine Physik. Und je früher wir hinschauen, desto leichter der Weg zurück.

Woran Sie Burnout erkennen

Vielleicht kommt Ihnen das eine oder andere bekannt vor:

  • Sie sind oft gereizt, lustlos oder dünnhäutig, und Kleinigkeiten bringen Sie an die Decke.
  • Sie können kaum abschalten und springen von Aufgabe zu Aufgabe.
  • Sie fühlen sich dauerhaft müde und antriebslos, der Schlaf erholt nicht mehr.
  • Sie ziehen sich zurück, selbst Treffen mit Freunden werden zur Last.
  • Sie stellen sich die Frage nach dem Sinn und fühlen sich in einer Sackgasse.
  • Der Körper spricht: Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Herzrasen, ohne klaren Befund.

    Ich unterscheide dabei zwei Phasen. In Phase I fehlen Energie und Schlaf, die Reizschwelle sinkt. Jetzt zu beginnen ist klug, alle Optionen sind offen. In Phase II spricht der Körper deutlich, mit Erschöpfung, Schlafstörungen oder Herzrasen. Dann arbeiten wir parallel zu Ihrer ärztlichen Behandlung, mit Regeneration und Neuausrichtung.

    Sobald Sie erste Anzeichen an sich bemerken, wäre es klug gegenzusteuern. Genau das ist Burnout-Prävention. Für mich heißt Prävention dann: das Gefäß leeren. Gelingt das, begegnen wir den beruflichen Belastungen viel besser. Und das Erstaunliche ist: Wir sagen dann sogar leichter Nein und sorgen besser für uns, weil sich der innere Antrieb wandelt, von "ich trage für andere" hin zu "ich sorge gut für mich".

    Wie ich Burnout verstehe: das übervolle Gefäß

    Unser Inneres ist ein Gefäß. Wir befüllen es ein Leben lang, mit Prägungen, Verletzungen und unverdauten Erfahrungen. Der Körper kann das lange kompensieren, bis er nicht mehr kann. Dann läuft das Gefäß über, und es kommen die Symptome. Der Weg heraus heißt deshalb: das Gefäß entlasten, bevor es bricht. Wir leeren die Mitte, schließen biografische Lücken und stellen Ordnung im Inneren her. Dann trägt der Alltag wieder, und wir haben die Hände und das Herz frei für das Leben, das von vorn auf uns zukommen will.

    Das ist ein systemischer Ansatz, kein schnelles Reparieren.

    Mehr über diesen Gedanken lesen Sie auf meiner Seite Mein Ansatz. Und in meiner kostenfreien Broschüre "Wenn das Gefäß voll ist" habe ich beschrieben, was hinter Erschöpfung und Burnout wirklich steckt, mit zehn Impulsen für den Weg zurück. Sie finden sie in meinem Download-Bereich.

    Warum wir ausbrennen

    Burnout hat fast immer einen Hintergrund, den mehr Disziplin nicht löst. Genau dorthin schaue ich:

    • Geben und Nehmen im Ungleichgewicht. Wer dauerhaft mehr gibt, als er nimmt, bringt sein System aus dem Gleichgewicht. Am Ende zahlt der Körper.
    • Warum wir keine Grenzen setzen. Hinter dem Nicht-Nein-Sagen liegt oft ein früher Satz: "Ich genüge nur, wenn ich leiste." Wir arbeiten gegen ein Gefühl an, nicht zu genügen.
    • Die falsche Adresse. Alte Lasten aus der Familie, ein stilles "Ich trage es für dich", wandern in den Beruf. Der Schreibtisch wird zur Bühne der Kindheit, und die ersehnte Würdigung kann dort nie ankommen.
    • Weg vom eigenen Rhythmus. Wir funktionieren im Takt fremder Erwartungen und verlieren unseren eigenen Lebensrhythmus.

      Ich schaue mit Ihnen nicht auf Methoden oder Zeitpläne. Wir gehen gemeinsam an die Ursachen, denn ich glaube, dass sich alle anderen Lösungen daraus ergeben. Und dann kann die naturheilkundliche Unterstützung dazukommen, für Schlaf, Nerven und Rhythmus, damit der Körper wieder in seinen Takt findet. Denn hält Erschöpfung an, kann sie in ernstere Erkrankungen münden.

      Meine eigene Erfahrung mit Burnout

      Ich spreche hier nicht nur aus der Praxis. Zwei Jahrzehnte habe ich selbst Verantwortung getragen und in Führung gearbeitet. Ich kenne den Druck, unter dem man funktioniert, bis der Körper Stopp sagt, von innen. Ich weiß, wie sich jeder innere Winkel der Erschöpfung anfühlt, und ich weiß auch, dass es einen Weg hinaus gibt. Genau diesen Weg gehe ich heute mit meinen Klientinnen und Klienten.

      Was ich biete und was nicht

      Was Sie bei mir finden

      • Eine ehrliche Bestandsaufnahme: körperlich, seelisch, systemisch.
      • Klärung der Muster, die zehren: verwechselte Plätze, Loyalitäten, Fremdverantwortung.
      • Realistische Grenzen und tragfähige Routinen statt Selbstoptimierungsdruck.
      • Naturheilkundliche Unterstützung für Schlaf, Nerven und Energie.

        Was Sie hier nicht finden

        • Zeitmanagement-Kosmetik.
        • Keine Management-Tools und keinen Strategien-Koffer für mehr Resilienz im Berufsalltag.
        • "Mehr Sport, mehr Meditation" als Patentlösung.
        • Durchhalteparolen für ein unhaltbares System.

          Für Führungskräfte

          Für Führungskräfte ist das besonders wichtig. Wer die eigene Biografie von der beruflichen Rolle trennt, führt freier: mit weniger persönlichen Kränkungen, klareren Entscheidungen und weniger Konflikten, die in Wahrheit alten Mustern entstammen. Ich begleite Führungskräfte diskret, mit Blick auf diese Dynamiken, auf gesunde Grenzen und echte Erholung. 

          Mehr unter Für Führungskräfte.

          So arbeiten wir zusammen

          • Orientierungsgespräch (30 Minuten, kostenfrei, online oder telefonisch): Wo stehen Sie, eher Phase I oder II? Wir prüfen die Passung.
          • Anamnese und Bestandsaufnahme: Was hat die Mitte gefüllt? Was zehrt, was hält, was fehlt? Systemisch, körperlich, alltagsnah.
          • Neuausrichtung: konkrete Schritte zu Entlastung, Grenzen und Ordnung, bei Bedarf prozessbegleitend zur ärztlichen Behandlung.

          Wie lange dauert die Begleitung?

          Erfahrungsgemäß braucht es mindestens sechs Sitzungen, bis sich eine spürbare Veränderung einstellt, bei einem Abstand von rund vier Wochen also eine Begleitung über etwa ein halbes Jahr. Danach schätzen wir gemeinsam neu ein.

          Steht eine größere Wandlung an, gilt für mich: Ein neuer Mensch entsteht in neun Monaten. Dann kann eine Begleitung einmal im Monat über neun bis zwölf Monate sinnvoll sein. Das ist eine Orientierung, kein festes Paket.

          Und Sie müssen sich zu nichts festlegen. Sie können auch zunächst nur eine einzelne Sitzung buchen und danach entscheiden, ob es Ihnen gutgetan hat. Von Sitzung zu Sitzung schauen wir dann gemeinsam, was es gerade braucht: eine Fortsetzung, eine Pause oder etwas anderes.

          Rechtlicher Hinweis: Die Begleitung ersetzt keine medizinische oder psychiatrische Behandlung. In akuten Krisen mit Selbstgefährdung wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder den Notruf 112.

          Häufige Fragen zu Burnout und Erschöpfung

          Ist Burnout eine Krankheit?

          Burnout ist keine eigenständige medizinische Diagnose, sondern ein ernster Erschöpfungszustand, der sich über mehrere Phasen entwickelt. Unbehandelt kann daraus eine ernste Erkrankung werden, etwa eine Depression. Deshalb ist es klug, früh hinzuschauen.

          Was ist der Unterschied zwischen Burnout und Depression?

          Burnout entsteht meist aus anhaltender Überlastung und einer übervollen Mitte und bessert sich oft, wenn wir entlasten und Ordnung herstellen. Eine Depression ist eine eigenständige Erkrankung, die ärztlich oder psychotherapeutisch behandelt gehört. Die Übergänge sind fließend, deshalb kläre ich mit Ihnen sorgfältig, wo Sie stehen, und arbeite bei Bedarf parallel zu Ihrer ärztlichen Behandlung.

          Woran erkenne ich, ob ich gefährdet bin?

          Erste Warnsignale sind fehlende Energie für Selbstverständliches, flacher Schlaf, eine sinkende Reizschwelle und wachsender Rückzug. Wer das früh ernst nimmt, hat alle Möglichkeiten offen.

          Wie unterscheidet sich Ihr Ansatz von einem Zeitmanagement-Coaching?

          Zeitmanagement und mehr Disziplin setzen an den Symptomen an. Ich schaue auf die Ursache, das übervolle innere Gefäß. Wir entlasten die Mitte, lösen alte Lasten und stellen Ordnung her, damit wieder echte Kapazität entsteht, statt nur den Tag besser zu takten.

          Wie lange dauert die Begleitung?

          Das hängt von der Phase ab. In der frühen Phase geht es oft schneller. Eine tiefe Erschöpfung braucht Zeit und einen ruhigen Rhythmus, weil wir an die Wurzeln gehen. Das klären wir gemeinsam, Schritt für Schritt.

          Ist die Begleitung online möglich?

          Ja. Sitzungen sind in meiner Praxis in Berlin-Schöneberg oder per Videosprechstunde möglich.

          Was kostet die Begleitung?

          Sie sind bei mir Selbstzahlerin oder Selbstzahler. Die Einzelheiten besprechen wir im kostenfreien Orientierungsgespräch.

          Wenn es Zeit ist hinzuschauen.

          Ein erstes Gespräch zeigt, was Sie bewegt – und wohin es gehen kann.

           

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