Traumatherapie in Berlin-Schöneberg
Die verlorenen Anteile zurückholen und wieder ganz werden.
Traumatherapie begleitet Sie behutsam durch die Aufarbeitung belastender Erfahrungen, damit ein alter Schmerz nicht länger Ihre Gegenwart bestimmt. In meiner Praxis in Berlin-Schöneberg oder per Video arbeite ich als Heilpraktikerin für Psychotherapie schonend und ganzheitlich, ohne dass Sie das Trauma noch einmal durchleben müssen.
Auf dieser Seite lesen Sie, was ein Trauma ist und wann es zur Belastungsstörung wird, wie ich Trauma verstehe und wie eine Begleitung bei mir abläuft. Immer ergänzend zu ärztlicher oder spezialisierter Behandlung, nie an ihrer Stelle.
Traumatherapie in Berlin: wenn ein alter Schmerz die Gegenwart bestimmt
Ein Ton. Ein Geruch. Ein bestimmter Blick. Und plötzlich ist alles wieder da. Der Körper reagiert, bevor der Kopf begreift. Menschen, die ein Trauma erlebt haben, erzählen mir oft dasselbe: dieses Gefühl, nicht ganz zu sein, innerlich abgeschnitten. Und das Ausgeliefertsein an Auslöser, die von außen harmlos wirken.
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie begleite ich in meiner Praxis in Berlin-Schöneberg, und deutschlandweit per Video, Menschen durch die Aufarbeitung von Traumata. Ich arbeite aus einem eigenen Verständnis von Trauma heraus, das über viele Jahre und mehr als 2.500 Aufstellungen gewachsen ist, keine Methode von der Stange.
Was ein Trauma ist und wann es zur Belastungsstörung wird
Ein Trauma ist eine zutiefst überwältigende Erfahrung, die unsere Fähigkeit übersteigt, sie im Moment zu verarbeiten. Fachlich unterscheidet man grob zwei Formen. Ein Schocktrauma entsteht durch ein einzelnes, plötzliches Ereignis, etwa einen Unfall, einen Übergriff oder einen jähen Verlust. Ein Entwicklungs- oder Bindungstrauma entsteht über längere Zeit, meist früh und in Beziehungen, etwa durch anhaltende Grenzverletzungen, Vernachlässigung oder fehlende Sicherheit.
Nicht jeder, der etwas Schweres erlebt, entwickelt eine Traumafolge. Halten Beschwerden jedoch an, sich aufdrängende Bilder, das Vermeiden von allem, was erinnert, eine ständige Anspannung und das Gefühl innerer Abgeschnittenheit, dann spricht die Fachwelt von einer posttraumatischen Belastungsstörung. Bei lang anhaltenden, frühen Traumatisierungen kennt die ICD-11 zusätzlich die komplexe posttraumatische Belastungsstörung.
Das ist wichtig zu wissen, und es ist behandelbar. Eine komplexe oder akute Traumafolgestörung gehört in erfahrene, oft ärztlich begleitete Hände einer spezialisierten Traumatherapie. Dort, wo es um das behutsame Anschauen und Integrieren abgespaltener Anteile geht, begleite ich Sie, ergänzend und in Ihrem Tempo.
Wie ich Trauma verstehe
In Zeiten höchster Not, in denen ein Trauma entsteht, tut unser Inneres etwas zutiefst Weises. Es spaltet einen Anteil von uns ab, einen Seelen- oder Persönlichkeitsanteil, legt ihn still und parkt ihn im Unterbewusstsein. So überleben wir das Unerträgliche. Das ist eine kreative Überlebensleistung, kein Defekt.
In der Natur gibt es dafür ein Bild. Obstbäume sind die einzigen Bäume, die einen ganzen Ast stilllegen und von der Versorgung abschneiden können, um zu überleben. Uns aber fehlt danach dieser Anteil. Vielleicht der Anteil Frau, weil unsere Grenzen überschritten wurden. Vielleicht der Anteil Tochter oder Sohn, weil in der Ursprungsfamilie etwas geschah, das einen Seeleneindruck hinterließ. Vielleicht der Anteil Freundin oder Freund, weil wir jung einen nahen Menschen verloren haben.
Und ich beobachte noch etwas. Wir lassen diesen Anteil in genau jener Situation zurück. Das erklärt, warum wir bestimmte Momente wieder und wieder durchleben, in Gedanken und in Träumen. Und warum das Leben uns immer wieder in ähnliche Situationen führt, dorthin, wo dieser Anteil mit all seinem Potenzial gebraucht würde.
Was in der Begleitung geschieht
Die gute Nachricht: Wir müssen das Trauma nicht noch einmal durchleben. In der Traumaarbeit gilt heute, dass zuerst Sicherheit und Stabilität kommen, bevor wir überhaupt hinschauen. Erst dann holen wir den zurückgelassenen Anteil dort ab, wo er geblieben ist, nehmen ihn wieder auf und lassen ihn in uns nachreifen. Denn er ist nur so alt, wie wir damals waren. Stück für Stück werden wir wieder ganz.
Der Volksmund sagt, jemand habe "nicht mehr alle Tassen im Schrank". Ich finde das treffender, als es gemeint ist. Je mehr Anteile uns fehlen, desto "ver-rückter" fühlen wir uns, im Wortsinn von uns selbst weggerückt. Das Ziel meiner Arbeit ist, all diese Tassen wieder einzusammeln. Ist ein Anteil erlöst und integriert, können auch die alten Trigger ihre Macht über uns verlieren.
Wann eine Traumabegleitung hilft
Menschen kommen zu mir, wenn
- sich Situationen, Gedanken oder Albträume immer wieder aufdrängen,
- ein Ton, ein Geruch, ein Bild heftige körperliche Reaktionen auslöst,
- das Gefühl bleibt, nicht ganz oder innerlich abgeschnitten zu sein,
- überschrittene Grenzen, Verlust oder frühe Erfahrungen bis heute nachwirken,
- das Leben sie immer wieder in dieselben Muster führt.
Was ich biete und was nicht
Mein Angebot für Sie
- Ein sicherer, vertraulicher Raum, in dem Ihr Tempo zählt.
- Ein Weg, der ohne das erneute Durchleben des Traumas auskommt.
- Der Blick auf den Anteil und das Potenzial, das mit ihm zurückkehrt.
- Naturheilkundliche Unterstützung für Stabilität und einen ruhigen Körper.
Was Sie hier nicht finden
- Heilversprechen.
- Das Wiederholen des Traumas als Selbstzweck.
- Einen Ersatz für eine spezialisierte, oft ärztlich begleitete Traumatherapie bei komplexer oder akuter Traumafolgestörung.
So arbeiten wir zusammen
- Orientierungsgespräch (30 Min., kostenfrei, online oder telefonisch): Wir klären Anliegen und Passung, in Ruhe.
- Stabilisierung & Anamnese: zuerst Sicherheit und Boden, dann ein Blick auf Biografie und System.
- Integrationsarbeit: den Anteil abholen, würdigen und nachreifen lassen, in Etappen und in Ihrem Tempo.
Wie lange die Begleitung dauert
Bei traumatischen Themen steht am Anfang die Stabilisierung, und die braucht Zeit und Sicherheit. Deshalb lässt sich die Dauer nicht vorab festlegen, wir entscheiden von Mal zu Mal. Erfahrungsgemäß sind mehrere Sitzungen in einem Abstand von etwa vier Wochen sinnvoll, damit das, was wir anschauen, sich setzen und nachreifen kann.
Festlegen müssen Sie sich auf nichts. Sie können zunächst nur eine einzelne Sitzung buchen, um mich und die Arbeit kennenzulernen, und danach in Ruhe entscheiden, ob und wie es weitergeht.
Rechtlicher Hinweis: Ich bin Heilpraktikerin und Heilpraktikerin für Psychotherapie. Meine Begleitung ist komplementär und ersetzt keine ärztliche Behandlung. Eine komplexe oder akute Traumafolgestörung gehört in eine spezialisierte, oft ärztlich begleitete Traumatherapie, meine Arbeit versteht sich ergänzend. Wenn Sie in einer akuten Krise sind oder an Selbsttötung denken, holen Sie sich bitte sofort Hilfe: bei der Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 (kostenlos und anonym, rund um die Uhr), beim ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder im Notfall unter 112.
Häufige Fragen zur Traumatherapie
Was ist der Unterschied zwischen einem Schocktrauma und einem Entwicklungstrauma?
Ein Schocktrauma entsteht durch ein einzelnes, überwältigendes Ereignis, etwa einen Unfall, einen Übergriff oder einen plötzlichen Verlust. Ein Entwicklungs- oder Bindungstrauma entsteht über längere Zeit, meist früh und in Beziehungen, etwa durch anhaltende Grenzverletzungen, Vernachlässigung oder fehlende Sicherheit. Beide hinterlassen Spuren, und beide lassen sich anschauen. Der Weg dorthin ist jeweils ein anderer.
Woran erkenne ich, dass ich unter einer Traumafolge leide?
Typisch sind sich aufdrängende Bilder, Gedanken oder Albträume, das Vermeiden von allem, was erinnert, eine ständige innere Anspannung und das Gefühl, nicht ganz oder innerlich abgeschnitten zu sein. Halten solche Beschwerden über Wochen an, spricht die Fachwelt von einer posttraumatischen Belastungsstörung, bei früher, lang anhaltender Traumatisierung auch von einer komplexen Form. Bitte lassen Sie anhaltende Beschwerden ärztlich oder in einer spezialisierten Traumatherapie abklären.
Muss ich das Trauma in der Begleitung noch einmal durchleben?
Nein. Ein modernes Traumaverständnis kommt ohne das erneute Durchleben aus, und genau so arbeite ich. Zuerst geht es um Sicherheit und Stabilität. Dann holen wir den zurückgelassenen Anteil behutsam ab und lassen ihn nachreifen, in Ihrem Tempo, ohne Sie zu überfluten.
Kann eine Heilpraktikerin für Psychotherapie Trauma begleiten, und wann brauche ich mehr?
Als Heilpraktikerin für Psychotherapie begleite ich traumatische Themen, vor allem dort, wo es um das Anschauen und Integrieren abgespaltener Anteile geht. Eine komplexe oder akute Traumafolgestörung gehört in erfahrene, oft ärztlich begleitete Hände einer spezialisierten Traumatherapie. Wenn ich sehe, dass Sie das brauchen, sage ich es Ihnen offen und unterstütze Sie dabei, den richtigen Ort zu finden.
Wie lange dauert eine Traumabegleitung?
Das ist individuell, und wir entscheiden von Mal zu Mal. Am Anfang steht die Stabilisierung, die braucht Zeit und Sicherheit. Erfahrungsgemäß sind mehrere Sitzungen im Abstand von etwa vier Wochen sinnvoll, damit das Erarbeitete sich setzen kann. Eine einzelne Sitzung zum Kennenlernen ist ebenso möglich.
Was kostet die Begleitung, und zahlt die Krankenkasse?
Meine Begleitung ist eine Selbstzahlerleistung außerhalb des Kassensystems, das schützt Ihre Vertraulichkeit, es entstehen keine Akten. Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die Kosten nicht. Die konkreten Kosten bespreche ich transparent mit Ihnen im kostenfreien Orientierungsgespräch.
Ist die Begleitung auch online möglich?
Ja, in meiner Praxis in Berlin-Schöneberg oder per Videosprechstunde. Gerade bei traumatischen Themen achten wir gemeinsam darauf, dass das Format Ihnen Sicherheit gibt.