So 13 Sep 10–14 Uhr
Familienaufstellungen · Berlin
Am Sonntag, dem 13. September, lade ich in Berlin wieder zu offenen Familienaufstellungen ein. Das Thema: Wenn uns die Familie nicht loslässt. Manchmal bleibt eine offene Rechnung, ein alter Groll, den wir nicht ablegen können. An diesem Tag schauen wir, wie sich solche Bindungen an die Vergangenheit lösen, damit wir wieder nach vorn blicken können. Sie können mit einem eigenen Anliegen kommen oder als Stellvertreterin und Stellvertreter dabei sein.
Sonntag, 13. September · 10 bis 14 Uhr
Yogaschule Petersen · Dortmunder Straße 6 · 10555 Berlin-Tiergarten (Mitte)
Es gibt Menschen, die kommen nicht los. Etwas ist geschehen, vor langer Zeit, und es hält sie bis heute. Aus dem, was damals war, sind mit den Jahren Ansprüche geworden und Vorwürfe. Sie richten sich an die Eltern, an eine Schwester, an einen, der längst gegangen ist. Und sie binden.
Wer so gebunden ist, lebt nicht ganz. Ein Teil von ihm schaut immer zurück, und genau dorthin fließt die Kraft. Das zehrt, über Jahre kann es einen Menschen regelrecht aufzehren. Aus dem, was hinter uns liegt, wächst dann eine Angst, die nach vorn schaut, auf all das, was noch kommen und wieder wehtun könnte.
Die Frage, die selten jemand ausspricht
Manchmal ist das Geschehene längst ein Teil von uns geworden. Es gehört zu unserer Geschichte, zu dem, wer wir zu sein glauben. Wir können uns kaum vorstellen, ohne es zu sein. Und so steht unausgesprochen eine Frage im Raum: Wenn ich das loslasse, gibt es mich dann noch?
Diese Frage ist ernst zu nehmen. Sie ist oft der eigentliche Grund, warum etwas bleibt, obwohl es schwer ist. Denn vieles, was uns bindet, gehört genau genommen gar nicht uns. Es sind Gefühle und Lasten, die älter sind als wir, aus dem Leben derer, die vor uns kamen. Solange unsere Aufmerksamkeit dort hängt, wiederholen wir ihre Geschichten, ohne es zu wollen.
Was an diesem Tag geschieht
Eine Aufstellung macht sichtbar, was in einem Familiensystem in Bewegung ist. Wer fehlt. Wer etwas trägt, das ihm nicht gehört. Wo eine Ordnung durcheinandergeraten ist. Sie brauchen dafür keine lange Vorgeschichte und keine Erklärung. Ein Anliegen genügt und die Bereitschaft, hinzusehen.
Ich arbeite ruhig und ohne Deutung. Was sich zeigt, zeigt sich von selbst. Und oft genügt eine kleine Bewegung, ein Satz, eine Verneigung, damit sich löst, was lange gehalten hat, und die Kraft wieder nach vorn fließen darf.
Mit eigenem Anliegen oder als Stellvertreter
Wer ein eigenes Thema mitbringen möchte, spricht mich vorher an. Alle anderen sind als Stellvertreterinnen und Stellvertreter dabei. Das ist keine Nebenrolle. Wer für einen fremden Menschen im Feld steht, erfährt oft etwas über sich, womit er nicht gerechnet hat. Viele kommen genau deshalb wieder. Die Teilnahme als Stellvertreter ist kostenfrei.
Die Regeln für diesen Tag
- Vertraulichkeit. Alles, was Sie an diesem Tag sehen und hören, bleibt in diesem Raum. Es wird nicht nach außen getragen.
- Nach einer Aufstellung wird über die Aufstellung nicht gesprochen. Sie löst eine Seelenbewegung aus. Darüber zu sprechen würde bedeuten, sie mit dem Verstand zu zerlegen, in für ihn verdauliche Häppchen. Manches Bild aber muss wirken, ohne dass es der Verstand be-greift, also greifen kann.
- Keine nachträglichen Impulse. Wenn Sie in einer Stellvertretung waren und danach noch einen Impuls für die Person haben, für die gearbeitet wurde: Lassen Sie es. Alles Wichtige wurde in der Aufstellung gesagt. Nachträgliche Impulse nehmen der Aufstellung von ihrer Größe, und sie dienen meist der eigenen Verarbeitung.
- Ganz aus der Rolle gehen. Sprechen Sie mich an, wenn Sie dabei Hilfe benötigen. Ich zeige Ihnen gern eine Übung, damit Sie Ihren Speicher ganz leeren können.
- Auch Stellvertreter werden berührt. Manchmal erkennen wir uns in einer Aufstellung selbst wieder, oder ein eigenes Thema wird gerührt. Sprechen Sie mich an, wenn Sie Unterstützung brauchen.
Das Praktische
Sonntag, 13. September 2026, 10 bis 14 Uhr.
Yogaschule Petersen, Dortmunder Straße 6, 10555 Berlin-Tiergarten (Mitte).
Bitte bringen Sie bequeme Kleidung mit und planen Sie danach etwas Zeit für sich ein.
Rechtlicher Hinweis: Meine Begleitung ist komplementär und ersetzt keine medizinische oder psychiatrische Behandlung. In akuten Krisen mit Selbstgefährdung wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder den Notruf 112.
Anmeldung
Es gibt zwei Wege, an diesem Sonntag dabei zu sein.
Wenn Sie ein eigenes Anliegen mitbringen möchten, sprechen wir vorher kurz miteinander. Ich möchte wissen, worum es geht, bevor wir Ihr Anliegen in den Raum stellen. Vereinbaren Sie dazu bitte ein Orientierungsgespräch.
Als Gast gehen Sie den Tag über mit. Sie sehen, was geschieht, und stellen sich zur Verfügung, wenn Sie möchten und das Feld Sie braucht. Dafür melden Sie sich als Gast an.