So15Novab 10 Uhr
Familienaufstellungen · Berlin
Am Sonntag, dem 15. November, lade ich in Berlin wieder zu offenen Familienaufstellungen ein. Das Thema: Wenn eine Krankheit unsere Lebenspläne durchkreuzt. Eine Diagnose wirft um, was geplant war, und irgendwann kommt die Frage, die keine Untersuchung beantwortet: Warum ich, warum jetzt? An diesem Tag schauen wir, was eine Familie über Generationen mitträgt und was davon heute noch wirkt. Sie können mit einem eigenen Anliegen kommen, als Stellvertreterin und Stellvertreter dabei sein oder einfach zuschauen.
Sonntag, 15. November · ab 10 Uhr · Berlin
Worum es an diesem Tag geht
Eine chronische Erkrankung ordnet ein Leben neu. Was selbstverständlich war, wird zur Verhandlung. Pläne verschieben sich, manche fallen weg.
Die Untersuchungen laufen, die Befunde liegen vor, die Behandlung ist in guten Händen. Und trotzdem bleibt eine Frage offen, die keine Untersuchung beantwortet: Warum ich? Warum jetzt? Ist da etwas, das ich nicht sehe?
Viele Menschen, die mir diese Frage stellen, sagen im selben Atemzug, dass sie keinen Auslöser erkennen. In ihrem Leben ist nichts Naheliegendes geschehen.
In der systemischen Arbeit gehen wir davon aus, dass wir manchmal etwas aus unserer Familie mittragen, ohne davon zu wissen. Ein Schicksal, eine Last, einen Auftrag, der nie ausgesprochen wurde. Unser Alltagsbewusstsein reicht dorthin nicht. Die Aufstellung schon.
Was gesehen wird, hört auf, im Verborgenen zu wirken.
Wie der Tag abläuft
Wir beginnen um 10 Uhr. Wie lange der Tag dauert, hängt davon ab, wie viele Anliegen zusammenkommen, oft bis etwa 14 Uhr, bei mehreren Aufstellungen auch bis 16 Uhr.
Wer ein eigenes Anliegen mitbringt, für den arbeite ich an diesem Tag. Dafür führen wir vorher ein Vorgespräch, persönlich in der Praxis, per Video oder am Telefon. Einige Tage nach der Aufstellung folgt ein Nachgespräch, ebenfalls in der Praxis, am Telefon oder online.
Alle anderen können sich als Stellvertreterin oder Stellvertreter zur Verfügung stellen oder einfach zuschauen. Als Stellvertreterin brauchen Sie keine Vorkenntnisse und müssen nichts vorbereiten. Sie stellen sich zur Verfügung und erleben diese Arbeit von innen. Für viele ist das der eindrücklichste Teil des Tages.
Ich arbeite ruhig und ohne Deutung. Was sich zeigt, zeigt sich von selbst. Und oft genügt eine kleine Bewegung, ein Satz, eine Verneigung, damit sich löst, was lange gehalten hat, und die Kraft wieder nach vorn fließen darf.
Die Regeln für diesen Tag
- Vertraulichkeit. Alles, was Sie an diesem Tag sehen und hören, bleibt in diesem Raum. Es wird nicht nach außen getragen.
- Nach einer Aufstellung wird über sie nicht gesprochen. Sie löst eine Seelenbewegung aus. Darüber zu sprechen hieße, sie mit dem Verstand zu zerlegen, in für ihn verdauliche Häppchen. Manches Bild muss wirken, ohne dass der Verstand es be-greift, also greifen kann.
- Keine nachträglichen Impulse. Wenn Sie in einer Stellvertretung waren und danach noch einen Impuls für die Person haben, für die gearbeitet wurde: Lassen Sie es. Alles Wichtige wurde in der Aufstellung gesagt. Nachträgliche Impulse nehmen der Aufstellung etwas von ihrer Größe, und meist dienen sie der eigenen Verarbeitung.
- Ganz aus der Rolle gehen. Wenn Sie dabei Hilfe brauchen, sprechen Sie mich an. Ich zeige Ihnen gern eine Übung, mit der Sie Ihren Speicher ganz leeren.
- Auch Stellvertreter werden berührt. Manchmal erkennen wir uns in einer Aufstellung selbst wieder, oder ein eigenes Thema wird angestoßen. Sprechen Sie mich an, wenn Sie Unterstützung brauchen.
Für wen dieser Tag ist
Für Menschen mit einer chronischen oder schweren Erkrankung, die eine andere Frage stellen möchten als die medizinische. Und für alle, die in ihrer Familie eine Krankheitsgeschichte kennen, die sich wiederholt.
Eine Aufstellung ist keine Behandlung und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Versorgung. Sie tritt an ihre Seite.
Das Praktische
Sonntag, 15. November 2026, ab 10 Uhr, bis etwa 14 oder 16 Uhr.
Berlin. Die genaue Adresse erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung. Bitte bringen Sie bequeme Kleidung mit und planen Sie danach etwas Zeit für sich ein.
Als Stellvertreterin, Stellvertreter oder zum Zuschauen: kostenfrei. Bitte melden Sie sich trotzdem an, damit ich den Tag planen kann und Sie die Adresse bekommen.
Mit eigenem Anliegen: Bitte melden Sie sich bis Freitag, 30. Oktober, bei mir. Wir vereinbaren dann das Vorgespräch und besprechen dabei alles Weitere. Pro Person ist ein Anliegen möglich.
So melden Sie sich an. Wenn Sie schon bei mir in Begleitung sind oder als Stellvertretung oder zum Zuschauen kommen möchten, genügt eine kurze Nachricht an
Rechtlicher Hinweis: Eine Familienaufstellung dient der Orientierung und Selbsterfahrung. Sie ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Behandlung. In akuten Krisen mit Selbstgefährdung wenden Sie sich bitte an den ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117 oder den Notruf 112.